23. März 2021  I  Kategorie: Das Ende der Kernfamilie

Großfamilien gibt es in Augsburg und ganz Deutschland nur noch selten. Großeltern, vielleicht sogar Urgroßeltern, entfernte (Groß-)Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen und was es sonst noch so alles gibt, führen häufig ihr eigenes Leben. Das hat Schattenseiten, wenn es zum Beispiel um eine mögliche Kinderbetreuung geht – aber auch sein Gutes. Denn häufig sind Familienmitglieder mit Verpflichtungen verbunden. Nicht nur die jährlichen Feiertage sind für einige möglichst schnell hinter sich zu bringen. Streitereien kommen unwillkürlich auf, je mehr Menschen zusammen sind. Aber auch in der eigenen Kernfamilie – das sind Vater, Mutter und die Kinder – gibt es nicht nur Frieden.

Glück und Scheidung in der Kernfamilie

Eine sehr kleine Familie hat sicherlich ihre Vorteile, denn man besinnt sich auf das Eigentliche. Probleme treten erst dann auf, wenn etwas schiefgeht oder die Finanzen knapp sind. Denn weniger Betuchte stellen nicht nach Belieben Babysitter oder Haushaltshilfen ein, um den Alltag mit doppelter Arbeitsbelastung einfacher zu gestalten. Kostenlose Hilfen sind bekanntlich kaum zu bekommen, es sei denn, man greift tatsächlich auf die Großeltern zurück. Gibt es Streit in der kleinen Familie, sind häufig die Kinder die Leidtragenden. Denn auszuweichen gestaltet sich schwierig, gerade für kleinere Kinder. Trotzdem ist die Kernfamilie für viele noch immer ein Ideal. Bei der praktischen Umsetzung hapert es aber leider. Die Zahl der Scheidungen nimmt zu und es gibt immer mehr Alleinerziehende. Viele sind auch ohne Kinder für längere Zeit Single – und auch im Alter leben die meisten Menschen alleine im Haushalt.

Beratung beim Fachanwalt für Familienrecht in Augsburg

Die Kernfamilie existiert in Deutschland erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Vorher war es üblich, mindestens zu viert in einem Haushalt zu leben. Die Zweckgemeinschaft war wichtiger als die emotionale Beziehung zueinander. Das ist heute ganz anders, denn man heiratet selbstverständlich aus Liebe. Die Erwartungen sind dadurch hoch und damit auch das Risiko. Schon in den Sechzigerjahren wurde statisch jede zehnte Ehe geschieden. 2000 war es dann jede zweite. Die Anzahl der Patchwork-Familien nimmt aufgrund der Scheidungen zu und viele Kinder freunden sich mit neuen Familienmitgliedern an. Daneben besteht die Möglichkeit der Homo-Ehe, auch länger Single zu sein oder in Wohngemeinschaften zu leben ist nicht mehr Tabu. Theoretisch gibt es heute so viele Möglichkeiten wie noch nie. Trotzdem können Hindernisse auftreten, die rechtlicher Hilfe bedürfen. Eine Beratung beim Fachanwalt für Familienrecht kann Fragen beantworten und helfen, realistische Perspektiven einzuschätzen. Sie finden Sie auch jenseits der Kernfamilie Ihr Glück.