20. August 2025  I  Kategorie: Zerrüttungsprinzip bei Streit-Scheidungen

Wer sich scheiden lassen möchte, muss in Deutschland keine Schuld des anderen Ehepartners nachweisen. Stattdessen gilt das sogenannte Zerrüttungsprinzip. Dieses Prinzip stellt nicht das Verhalten der Ehegatten in den Mittelpunkt, sondern allein die Frage, ob die Ehe endgültig gescheitert ist. Besonders bei streitigen Scheidungen spielt dieses Prinzip eine zentrale Rolle. Rechtsanwalt Stefan Haschka, Fachanwalt für Familienrecht in Augsburg, erklärt, was es damit auf sich hat und welche Auswirkungen es für Betroffene hat.

Was bedeutet das Zerrüttungsprinzip?

Das Zerrüttungsprinzip ersetzt seit 1977 das sogenannte Schuldprinzip. Früher musste im Scheidungsverfahren nachgewiesen werden, wer für das Scheitern der Ehe verantwortlich war. Heute genügt es, dass die Ehe „zerrüttet“ ist – also so tiefgreifend gestört, dass eine Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft nicht mehr zu erwarten ist. Ein Ehepartner kann sich also auch gegen den Willen des anderen scheiden lassen, sofern die gesetzlich vorgesehenen Trennungszeiten erfüllt sind.

Streitige Scheidungen: Trennungsjahr und Ausnahmen

In den meisten Fällen erfolgt die Scheidung nach Ablauf eines Trennungsjahres, wenn beide Ehegatten der Scheidung zustimmen. Lehnt ein Partner die Scheidung jedoch ab, muss eine dreijährige Trennungszeit nachgewiesen werden. Danach wird gesetzlich unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe zerrüttet ist. In Härtefällen – etwa bei nachgewiesener Gewalt in der Ehe – kann eine Scheidung auch ohne Einhaltung der regulären Fristen erfolgen. In solchen Fällen entscheidet das Gericht nach sorgfältiger Abwägung der Umstände.

Experte im Familienrecht erklärt: Was zählt als Trennung?

Die Trennung muss nicht zwingend räumlich erfolgen. Auch ein Getrenntleben innerhalb der gemeinsamen Wohnung kann ausreichen – vorausgesetzt, es findet keine gemeinsame Haushaltsführung mehr statt. Stefan Haschka, Fachanwalt für Familienrecht aus Augsburg, erlebt in seiner Beratungspraxis immer wieder, dass es in der Trennungsphase zu Missverständnissen kommt. Wichtig ist, die Trennung nachvollziehbar zu dokumentieren – auch im Hinblick auf Unterhalt und Sorgerecht.

Warum professionelle Unterstützung bei Streit-Scheidungen entscheidend ist

Gerade wenn die Scheidung nicht einvernehmlich verläuft, kommt es häufig zu emotional aufgeladenen Auseinandersetzungen über Unterhalt, Vermögen oder das Umgangsrecht. In solchen Fällen ist eine klare rechtliche Strategie unerlässlich. Rechtsanwalt Stefan Haschka steht Mandantinnen und Mandanten mit seiner langjährigen Erfahrung zur Seite. Als Experte im Familienrecht kennt er die typischen Fallstricke in Streitverfahren und weiß, wie gerichtliche Auseinandersetzungen effizient und zielgerichtet geführt werden können.

Sie stehen vor einer streitigen Scheidung oder möchten sich über das Zerrüttungsprinzip und Ihre Möglichkeiten informieren? Stefan Haschka, Fachanwalt für Familienrecht in Augsburg, berät Sie umfassend und kompetent – persönlich, diskret und mit einem klaren Blick für Ihre Interessen. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin in seiner